Hoeveel massageolie gebruik je per massage?

Wieviel Massageöl verwendest du pro Massage?

Wer regelmäßig massiert, merkt es schnell: Das eine Öl scheint ewig zu halten, während man bei einem anderen viel schneller nachlegen muss. Das liegt nicht nur an der Massage selbst, sondern vor allem an den Eigenschaften des Öls. Die Struktur, die Absorptionsgeschwindigkeit und das Gleitvermögen bestimmen zusammen, wie viel Öl man durchschnittlich pro Behandlung verbraucht.

In der Praxis liegt der Verbrauch für eine 60-minütige Massage meist zwischen 10 und 15 ml. Bei einer kürzeren Massage von 30 Minuten kommt man oft mit etwa 5 bis 8 ml aus, während eine 90-minütige Behandlung meist zwischen 15 und 25 ml liegt. Doch dieser Durchschnitt sagt nicht alles. Einige Öle bleiben lange auf der Haut und sind dadurch sparsamer im Verbrauch, während andere schneller einziehen und daher häufiger nachgelegt werden müssen.

Warum unterscheidet sich der Verbrauch je nach Öl?

Massageöl ist kein Standardprodukt. Das eine Öl fühlt sich dünn und leicht an, das andere wiederum reichhaltiger und nährender. Öle mit einem langen Gleitvermögen sorgen länger für einen geschmeidigen Gleiteffekt auf der Haut. Davon benötigt man also weniger. Öle, die schneller einziehen, erfordern hingegen eine höhere Dosierung pro Massage. Für Profis und Salons macht dieser Unterschied auch wirtschaftlich etwas aus: Ein Öl, das pro Behandlung sparsamer ist, senkt direkt den Verbrauch pro Kunde.

Großzügig lassen sich Massageöle in vier Gruppen einteilen: sparsame Öle mit langem Gleitvermögen, Allround-Öle mit schöner Balance, schneller einziehende Öle und Jojobaöl als separate Kategorie. Jojoba fällt nämlich genau aus der Standardeinteilung heraus, da es technisch gesehen kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs ist. Dadurch verhält es sich auf der Haut anders als viele andere Massageöle.

Öle mit langem Gleitvermögen: sparsam im Gebrauch

Öle wie MCT-Öl und Mineralöl bleiben lange auf der Haut und ziehen kaum ein. Dadurch kann man oft die gesamte Massage geschmeidig durchführen, ohne viel zwischendurch nachzuschmieren. Bei diesem Öltyp liegt der Verbrauch meist bei 8 bis 12 ml pro 60 Minuten. Besonders bei ruhigen Entspannungsmassagen oder längeren Effleuragen ist dieser Öltyp sehr effizient.

Allround-Öle: der meistgewählte Mittelweg

Mandelöl und Aprikosenkernöl sind typische Allrounder. Sie bieten ausreichend Gleitvermögen, aber gleichzeitig etwas mehr Griffigkeit als MCT- oder Mineralöl. Dadurch fühlen sie sich während der Massage natürlicher und kontrollierbarer an. Der durchschnittliche Verbrauch liegt hier meist bei 10 bis 15 ml pro 60 Minuten. Dies ist auch die Kategorie, mit der viele Massagesalons standardmäßig arbeiten.

Schneller einziehende Öle: häufiger neu auftragen

Traubenkernöl und Sesamöl werden meist schneller von der Haut aufgenommen. Das verleiht ein leichteres und direkteres Hautgefühl, bedeutet aber auch, dass man während der Massage häufiger Öl nachlegen muss. Bei diesem Typ liegt der Verbrauch oft zwischen 15 und 20 ml pro 60 Minuten. Gerade bei trockener Haut oder einer längeren Behandlung macht sich dieser Unterschied schnell bemerkbar.

Jojobaöl: eine eigene Kategorie

Jojobaöl nimmt einen besonderen Platz unter den Massageölen ein. Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, ist Jojoba eigentlich ein flüssiges Wachs. Dadurch zieht es weniger schnell tief in die Haut ein als einige pflanzliche Öle, fühlt sich aber auch weniger fettig an als beispielsweise Mineralöl. Das Ergebnis ist ein glattes, gepflegtes Hautgefühl mit einer recht langen Einwirkzeit.

Was den Verbrauch betrifft, liegt Jojoba meist zwischen der sparsamen und der Allround-Kategorie. In der Praxis verwendet man durchschnittlich etwa 9 bis 13 ml pro 60 Minuten. Das macht Jojoba relativ sparsam, zumal es sich gut auf der Haut verteilen lässt. Gleichzeitig ist Jojoba für seine hautfreundlichen und pflegenden Eigenschaften bekannt, wodurch es bei Massagen für empfindliche oder unreine Haut beliebt ist.

Übersicht: Wie viel Öl verbraucht man pro Massage?

Öltyp Beispiele Verbrauch (60 Min) Merkmal Praktischer Effekt
Sparsame Öle MCT-Öl, Mineralöl 8 – 12 ml Bleiben lange auf der Haut Wenig nötig, kaum nachschmieren
Allround-Öle Mandelöl, Aprikosenkernöl 10 – 15 ml Balance zwischen Griffigkeit und Gleitvermögen Gelegentlich nachlegen
Jojobaöl Jojobaöl 9 – 13 ml Flüssiges Wachs, hautfreundlich, relativ langes Gleitvermögen Sparsam und angenehm bei empfindlicher Haut
Schneller einziehende Öle Traubenkernöl, Sesamöl 15 – 20 ml Ziehen schneller in die Haut ein Häufiger neu auftragen

Was bedeutet das in der Praxis?

Wer vor allem sparsam arbeiten möchte, wählt meist ein Öl mit langem Gleitvermögen wie MCT-Öl, Mineralöl oder Jojobaöl. Arbeitet man lieber mit etwas mehr Griffigkeit und einem natürlichen Hautgefühl, sind Mandelöl und Aprikosenkernöl oft der beste Mittelweg. Sucht man eher ein leichteres Öl, das schneller einzieht, passen Traubenkernöl und Sesamöl besser – der Verbrauch liegt dann allerdings meist höher.

Die richtige Wahl hängt also nicht nur von der Haut ab, sondern auch von der Massagetechnik, der Behandlungsdauer und der persönlichen Vorliebe. Möchten Sie mehr über die Eigenschaften verschiedener Massageöle erfahren? Dann lesen Sie auch unseren ausführlichen Blog über die Unterschiede zwischen Jojoba, Mandel, Traubenkern und anderen Massageölen.

Fazit

Für eine 60-minütige Massage benötigt man durchschnittlich zwischen 10 und 15 ml Massageöl, der tatsächliche Verbrauch hängt jedoch stark von der Art des Öls ab. Sparsame Öle wie MCT-Öl und Mineralöl bleiben länger auf der Haut, während Traubenkernöl und Sesamöl schneller einziehen und dadurch einen höheren Verbrauch erfordern. Jojobaöl liegt schön dazwischen und ist besonders interessant für alle, die ein hautfreundliches und relativ sparsames Massageöl suchen.

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