Bei einer Massage wünscht man sich Flow. Keine Unterbrechungen, kein lästiges, ständiges Nachholen von Öl – einfach eine fließende Bewegung. Trotzdem merkt man es sofort: Manche Öle bleiben ewig gleitfähig, während andere schon nach wenigen Minuten in die Haut einziehen. Dieser Unterschied liegt in der Absorptionsgeschwindigkeit eines Öls. Aber welches Massageöl zieht eigentlich am langsamsten ein?
Der Unterschied liegt in Absorption und Struktur
Nicht jedes Öl verhält sich gleich. Das eine Öl ist dünn und leicht, das andere eher reichhaltiger und voller. Je schneller ein Öl von der Haut aufgenommen wird, desto schneller muss man es erneut auftragen.
Öle, die langsam einziehen, bleiben länger auf der Haut und sorgen für eine langanhaltende Gleitfähigkeit. Das macht sie ideal für Entspannungsmassagen oder längere Behandlungen.
Vergleicht man die meistverwendeten Massageöle, so ergibt sich ein klares Bild.
Öle, die am langsamsten einziehen
MCT-Öl (fraktioniertes Kokosöl)
MCT-Öl ist eines der am langsamsten absorbierenden Öle in der Welt der Massagen. Die Struktur ist leicht und dünn, bleibt aber bemerkenswert lange auf der Haut. Während einer Massage merkt man, dass man kaum nachschmieren muss und die Gleitfähigkeit konstant bleibt.
Ideal, wenn man so wenig Unterbrechungen wie möglich während der Massage wünscht.
Jojobaöl
Jojoba ist technisch gesehen kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs. Dadurch verhält es sich anders als die meisten pflanzlichen Öle. Es zieht nicht schnell tief in die Haut ein, sondern bildet eher eine dünne Schutzschicht.
Dadurch bleibt es länger verarbeitbar als beispielsweise Mandel- oder Traubenkernöl, während es sich dennoch leicht anfühlt.
Perfekt für alle, die ein hautfreundliches Öl mit langer Verarbeitungszeit suchen.
Öle mit mittlerer Absorption
Mandelöl
Mandelöl bietet eine schöne Balance zwischen Griffigkeit und Gleitfähigkeit. Das Öl zieht teilweise in die Haut ein, aber nicht so schnell, dass man ständig nachschmieren muss. Dadurch ist es eines der am häufigsten verwendeten Öle in Massagesalons.
Aprikosenkernöl
Aprikosenkernöl ähnelt stark Mandelöl, fühlt sich aber oft etwas leichter an. Auch hier bleibt das Öl ausreichend lange verarbeitbar, während es gleichzeitig die Haut pflegt.
Diese Öle liegen genau in der Mitte und eignen sich für nahezu jede Massage.
Öle, die schneller einziehen
Traubenkernöl
Traubenkernöl hat eine leichte Struktur und wird schnell von der Haut aufgenommen. Das sorgt für ein frisches und nicht fettendes Gefühl, bedeutet aber auch, dass man während der Massage häufiger Öl nachlegen muss.
Sesamöl
Sesamöl fühlt sich reichhaltiger und schwerer an, wird aber dennoch relativ gut von der Haut aufgenommen – besonders wenn es erwärmt wird. In ayurvedischen Massagen wird dies aufgrund seiner nährenden Wirkung bewusst eingesetzt.
Bei langen Massagen bedeutet dies jedoch, dass man häufiger nachschmieren muss.
Übersicht: Absorptionsgeschwindigkeit pro Öl
| Öl | Absorption | Gleitfähigkeit | Praktische Auswirkung |
|---|---|---|---|
| MCT-Öl | Sehr langsam | Sehr hoch | Kaum Nachschmieren erforderlich |
| Jojobaöl | Langsam | Hoch | Lange verarbeitbar und hautfreundlich |
| Mandelöl | Mittel | Mittel | Gelegentliches Nachlegen |
| Aprikosenkernöl | Mittel | Mittel | Vergleichbar mit Mandelöl |
| Sesamöl | Mittel bis schnell | Mittel | Nährend, aber häufigeres Nachschmieren |
| Traubenkernöl | Schnell | Niedrig bis mittel | Das meiste Nachschmieren erforderlich |
Was bedeutet das für Ihre Wahl?
Möchten Sie ein Massageöl, das so lange wie möglich ohne Unterbrechungen wirkt? Dann greifen Sie zu MCT-Öl oder Jojobaöl. Diese bleiben am längsten auf der Haut und sorgen für eine konstante, geschmeidige Massage.
Arbeiten Sie lieber mit etwas mehr Griffigkeit und Kontrolle? Dann sind Mandelöl und Aprikosenkernöl der beste Mittelweg.
Suchen Sie ein leichtes Öl, das schnell einzieht und sich weniger fettig anfühlt? Dann passen Traubenkernöl und Sesamöl besser zu Ihren Vorlieben – auch wenn der Verbrauch dabei oft höher ist.
Möchten Sie mehr über die Unterschiede zwischen diesen Ölen erfahren? Dann lesen Sie auch unseren ausführlichen Blog über welches Massageöl am besten ist und die Unterschiede zwischen Jojoba-, Mandel- und Traubenkernöl.
Fazit
Das Massageöl, das am langsamsten einzieht, ist eindeutig: MCT-Öl, gefolgt von Jojobaöl. Diese Öle bleiben am längsten auf der Haut und sorgen für die konstanteste Gleitfähigkeit.
Mandelöl und Aprikosenkernöl bilden den Mittelweg, während Traubenkernöl und Sesamöl schneller aufgenommen werden und daher häufiger erneut aufgetragen werden müssen.
Die richtige Wahl hängt letztendlich von Ihrem Massagestil, Ihren Vorlieben und dem gewünschten Hautgefühl ab.
















